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Kindertagesstätte "Abenteuerland" für Feldrennach-Pfinzweiler eingeweiht - Heute "Tag der offenen Tür"
Im Beisein zahlreicher Festgäste und natürlich den Nutzern - den Kindern aus Feldrennach und Pfinzweiler - wurde der rund 2,6 Millionen Euro teure Neubau nach 15-monatiger Bauzeit gestern offiziell seiner Bestimmung übergeben. Kleine Missklänge verursachten allerdings die Freudentränen der kleinen Maja Bock, als sie vor der großen Ehrengast-Kulisse von der Kindertagesstätten-Leiterin Dagmar Wolf als Namensgeberin der neuen Einrichtung vorgestellt wurde. Für Majas Vorschlag "Abenteuerland" entschieden sich die Erzieherinnen in Absprache mit der Gemeinde.
* PZ-Bericht von Jörg Bannach

Planer Jörg Gube bei der Schlüsselübergabe an Bürgermeister Willi Rutschmann und die Kindertagesstätten-Leiterin Dagmar Wolf
Der Name ist durchaus gerechtfertigt - davon wussten Bürgermeister Willi Rutschmann und Architekt Jörg Gube nach der Schlüsselübergabe zu berichten. Baufirmen seien bei einzelnen Gewerken in Verzug geraten und ein Betrieb hatte in der Endphase gar für einen unvorhergesehen Wassereinbruch im Untergeschoss gesorgt. Straubenhardts Schultes konnte sich das Wort vom "Handwerkerpfusch" nicht verkneifen. Auslöser für die Überschwemmungen waren laut Planer Gube zwei winzige Schrauben, die unfachmännisch in einen unter Putz liegenden Wasserkasten der sanitären Anlage eingedreht wurden. Doch trotz aller Unbilden konnten die 112 Kinder aus Feldrennach und Pfinzweiler ihr neues Domizil zu Beginn des Kindergartenjahres Anfang Dezember "fast rechtzeitig" beziehen, wie die neue Leiterin Dagmar Wolf freudig feststellen konnte. Diese Meisterleistung gelang laut Wolf auch nur Dank der Unterstützung des Erzieherinnen-Teams durch die Mannen des Straubenhardter Bauhofes um Frank Maginot. Des Schultes Vergleich vom "Meilenstein" griff Ministerialrat Walter Engelhardt vom Stuttgarter Sozialministerium auf. Nicht nur mit dem neuen Gebäude, sondern mit dem differenzierten Betreuungsangebot für Kinder im Alter von ein bis zehn Jahre setze Straubenhardt Akzente, die weit über die Gemeindegrenzen hinaus Beachtung finden. Er habe sich im Internet kundig gemacht und finde den Slogan "In dieser herrlichen Gegend kann man seine Sorgen vergessen" bestätigt. Umfassende Kindergarten- und Kindertagesstätten-Angebote sind laut Engelhardt ein "nicht zu unterschätzender Standortfaktor" für die Gemeinde, wenn es etwa um die Ansiedlung von Betrieben und die Entwicklung der Gemeinde geht.
Positive Seiten
Dem Neubau nur positive Seiten abgewinnen konnten auch Feldrennachs Pfarrer Jürgen Rein sowie Enzkreis-Jugendamtsleiter Roland Hübner und Elternbeiratsvorsitzender Ralf Reinhardt in ihren Grußworten. Spätestens bei der Besichtigung der neuen, verwinkelten aber funktionalen Räumlichkeiten, zu der Kindergartenleiterin Dagmar Wolf die Gäste einlud, bewahrheitete sich das Wort von Bürgermeister Willi Rutschmann, der vom "verspielten kleinen Kinderhausen" sprach. Möglicherweise, so vermutete der Rathaus-Chef, habe sich ja der Planer Jörg Gube damit selbst einen Kindheitstraum erfüllt.
Nachricht vom: 02.10.2004
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