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Wasserversorgung wegen extremer Trockenheit ernsthaft gefährdet

Der Zweckverband Mannenbach-Wasserversorgung teilt mit, dass die Wasserversorgung für seine Mitgliedsgemeinden wegen der extremen Trockenheit in den vergangenen Wochen und Monaten ernsthaft gefährdet ist.

Die Mitgliedsgemeinden haben bei der Mannenbach-Wasserversorgung ein Bezugsrecht von 112,4 Sekundenliter angemeldet. Das sind pro Jahr 3.525.426 m³ oder pro Tag 9.711 m³ Wasser. Im Normalfall schütten die Quellen im Eyachtal weit mehr als die vereinbarte Entnahmemenge und die Wasserabgabe an die einzelnen Gemeinden liegt bei ca. 6.500 m³/Tag. In der trockenen Jahreszeit steigt diese Wasserabgabe auf mehr als 8.500 m³/Tag oder rd. 100 Sekundenliter an während die Schüttungen unserer Quellen kontinuierlich  zurück geht. Sie liegt derzeit noch bei 118 Sekundenlitern. Aufgrund dieser Situation kann der Zweckverband Mannenbach-Wasserversorgung nicht mehr garantieren, dass er in den kommenden Wochen und Monaten ausreichend Wasser zur Verfügung stellen kann.

Falls die Trockenheit der vergangenen beiden Wochen weiterhin anhalten wird, ist davon auszugehen, dass bis spätestens Mitte Juli 2017 die Schüttungen unserer Quellen nicht mehr ausreichen werden um die vereinbarten Bezugsquoten zu erfüllen. Das bedeutet, dass nach den Vorgaben unserer Satzung die Bezugsrechte der einzelnen Mitgliedsgemeinden entsprechend der Beteiligung an unserem Verband vermindert werden müssen, was darauf hinausläuft, dass die Wasserversorgung nicht mehr voll umfänglich sichergestellt werden kann. Im Einzelfall wird sich das so auswirken, dass die Hochbehälter, die für die Versorgung der einzelnen Teilorte zur Verfügung stehen, nicht mehr vollständig gefüllt werden können und leer laufen werden mit der Folge, dass für die einzelnen Haushalte kein Wasser mehr zur Verfügung stehen wird. Wasser kann erst dann wieder geliefert werden, wenn die Hochbehälter gefüllt sind, was einige Stunden in Anspruch nehmen kann.

Durch die zeitweilige Außerbetriebnahme von Wasserleitungen können sich innerhalb des Leitungsnetzes Verunreinigungen ergeben, welche die Qualität des anschließend gelieferten Wassers beeinträchtigen können. Aus diesem Grunde ist es unerlässlich, dass das Wasser, das nach einer solchen Unterbrechung zum menschlichen Verzehr entnommen wird, abgekocht wird. Der jeweilige örtliche Wasserversorger (Ihre Gemeinde) wird die jeweiligen Unterbrechungen ankündigen und Hinweise für einen sparsamen Wasserverbrauch und für das Abkochgebot geben. Wir bitten Sie, diese Hinweise zu befolgen.

Die Mannenbach-Wasserversorgung weist darauf hin, dass diese Situation nicht urplötzlich aufgetreten ist. Sie zeichnet sich zumindest seit dem Jahr 2015 ab. Schon damals war es insbesondere in den Herbstmonaten sehr schwierig, alle Abnahmewünsche der Verbandsgemeinden zu erfüllen. Zur Verbesserung der Situation hat der Verband im vergangenen Jahr zwei Quellen im hinteren Eyachtal grundlegend saniert so dass sie wieder ihre volle Schüttung haben. Außerdem wurde die Verbindungsleitung zwischen dem Eschenbrunnen und dem Wasserwerk so optimiert, dass der Quelle dadurch ca. 800 m³ mehr an Wasser und Tag entnommen werden kann. Wie der Presse zu entnehmen war, hat der Zweckverband daneben mit den Stadtwerken Pforzheim eine Vereinbarung dahingehend abgeschlossen, dass ein Großteil der Birkenfelder Gewerbebetriebe im Brötzinger Tal mit Bodensee-Wasser versorgt wird. Dieser Anschluss wird dieser Tage hergestellt und voraussichtlich in der ersten Juli-Woche zur Verfügung stehen. Er bringt für den Verband eine jährliche Entlastung von rd. 150.000 m³ Wasser oder rd. 410 m³ am Tag.
Es ist außerdem möglich, die Gemeinde Karlsbad  vom Netz der Mannenbach-Wasserversorgung abzuhängen. Sie kann vollständig vom Zweckverband Albgau-Wasserversorgung mit Trinkwasser aus dem Rheintal versorgt werden. Diese Maßnahme wird eingeleitet, sobald die Schüttung der Quellen des Verbandes auf unter 110 Sekundenliter fallen. Sie wird ebenfalls eine Entlastung von rd. 400 m³ pro Tag bedeuten.

Der Verband befürchtet, dass diese Maßnahmen aber nicht ausreichen werden. Er hat deshalb seit dem Herbst des vergangenen Jahres versucht, neue Wasservorkommen zu erschließen. Leider waren diese Bemühungen zunächst aber nicht erfolgreich. Insgesamt 4 Bohrungen im Bereich der großen Wiese erbrachten keine Wasserfunde. Dieser Tage konnten im vorderen Bereich des Eyachtales zwei Tiefbrunnen ausgebracht werden, die zusammen nach derzeitigem Kenntnisstand eine Schüttung von ca. 11 Sekundenlitter oder 950 m³ am Tag haben wird. Daneben gibt es im hinteren Eyachtal eine weitere Quelle mit einer ähnlich hohen Schüttung, deren Ergiebigkeit im Lauf des Sommers gemessen werden soll. Leider stehen diese zusätzlichen Wasservorkommen aber nicht sofort zur Verfügung. Zunächst muss die dauerhafte Ergiebigkeit gemessen werden. Steht diese fest, sind umfangreiche wasser- und naturschutzrechtliche Verfahren erforderlich um eine Erschließung des Wasservorkommens zu ermöglichen. Erst nach Abschluss dieser Verfahren kann mit dem Ausbau des Brunnens bzw. der Quelle und der  Verlegung der erforderlichen Wasserleitungen begonnen werden. Insoweit ist wohl erst im Jahr 2019 damit zu rechnen, dass sich die Wasserversorgung aus dem Eyachtal wieder stabilisiert.

Abschließend wird darauf aufmerksam gemacht, dass diese Hinweise zunächst nur vorsorglich erfolgen. Sollte es in den nächsten Tagen wieder zu einigermaßen ergiebigen Regenfällen kommen, sind sie hinfällig, weil dann wieder genügend Wasser zur Verfügung stehen wird. Wir werden in den kommenden Monaten die Bevölkerung regelmäßig über den Zustand der Wasserversorgung unterrichten.

Wir bitten daher die Bevölkerung sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen und den eigenen Verbrauch auf das Notwendigste zu reduzieren. Vielen Dank für Ihr Verständnis. 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Zweckverband Mannenbach Wasserversorgung unter Telefon: 07081/2998

Bürgerbüro Conweiler

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75334 Straubenhardt
Tel.: 07082 9486-11
Fax: 07082 9485-41
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