Blick auf Ottenhausen

Ottenhausen

Die erste geschichtliche Erwähnung Ottenhausens, welches aus dem älteren Rudmersbach und dem neueren Teil Ottenhausens besteht, fällt ins Jahr 1262 unter dem Namen "Rutmerspach". Die Endsilbe "Bach" weist auf eine relativ späte Besiedlung im 11. oder 12. Jahrhundert hin.

Ein Relief der Jagdgöttin Diana, das in der Außenwand des Pfarrhauses eingemauert war und 1958 in ein Stuttgarter Archiv gebracht wurde, lässt auf eine frühere Römersiedlung in dieser Gegend schließen.

Im Jahre 1418 gehörte Rudmersbach zur Herrschaft Neuenbürg. Die Grafen von Württemberg kauften den Ort von den Herren von Gültlingen und den Straubenhardtern und nahmen ihn 1602 ganz in Besitz. 1598 wurde das Schlösschen in Rudmersbach von den Schöner von Straubenhardt anstelle ihrer Burg erbaut. Deren Reste sind noch im Eckturm mit Wappen und Wendeltreppe erhalten. Der letzte Schöner von Straubenhardt bewohnte das Schloss noch bis ins Jahr 1623.

Es wird vermutet, dass Rudmersbach im Verlauf der damaligen Kriege weitgehend zerstört wurde und daraufhin in der Nachbarschaft um das Haus eines gewissen "Ott" eine neue Ansiedlung "Ottenhausen" entstand. Anfang des 19. Jahrhunderts stellte Ottenhausen bereits den Schultheißen, während Rudmersbach nur noch durch einen Anwalt vertreten war. Im Jahre 1909 vereinigten sich beide Orte zur neuen Gemeinde Ottenhausen.

Sehenswürdigkeiten

  • Nikolauskirche
  • früheres Schloss Rudmersbach
  • Altes Pfarrhaus mit Diana-Relief aus der Römerzeit
  • Tornado-Gedenkstein