1.600 Impftermine über Ostern

KIZ Mönsheim arbeitet Warteliste ab – Menschen unter 60 werden mit Impfstoff von Biontech geimpft
(Pressemitteilung des Landratsamtes)

ENZKREIS. Nur kurzfristig ins Stocken geraten ist die Impfkampagne im Kreisimpfzentrum Mönsheim, nachdem die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung für das Serum von AstraZeneca kurzfristig geändert hatte. Demnach soll dieser Impfstoff nur noch Menschen über 60 verabreicht werden. „Ab Donnerstag sollten wir wieder weitgehend im Normalbetrieb sein“, meint die ärztliche Leiterin des KIZ, Christine Gorgs. Über die Ostertage sollen demnach etwa 1.600 Impfungen durchgeführt werden.

„Wir haben 1.000 Anmeldungen im zentralen System plus 600 Menschen aus der Warteliste nach dem kurzzeitigen Impfstopp mit AstraZeneca vor zwei Wochen, die wir impfen wollen“, sagt Miriam Mayer, Mitglied des KIZ-Organisationsteams. Um dies zu erreichen, ist das KIZ an sämtlichen Feiertagen von 14 bis 21 Uhr geöffnet – so wie bislang auch. Danach, ab dem 7. April, werde dann die Warteliste aus dem zentralen Anmeldesystem abgearbeitet, sagt Mayer. Außerdem rücken die Mobilen Impfteams ab dem 8. April aus, um – wie berichtet – vor Ort in „Pop-up-Impfzentren“ in zehn Kreisgemeinden Menschen zu impfen, die älter und wenig mobil sind.

Möglich wird die Osteraktion, weil im KIZ Mönsheim noch Impfstoff von Biontech zur Verfügung steht. „Wir können alle Menschen mit Termin, die zwar für die Impfung mit Astra vorgesehen, aber unter 60 Jahre alt sind, zu Biontech ändern“, sagt Christine Gorgs. Wer älter sei, erhalte das AstraZeneca-Serum – es sei denn sie oder er war bereits bei der Terminbuchung für Biontech vorgesehen. „Eine Wahlmöglichkeit wird es nicht geben“, betont Gorgs. „Allen über Ostern Angemeldeten, von denen wir eine E-Mail-Adresse haben, schicken wir diese Info, um schon im Vorfeld für Klarheit zu sorgen“, sagt die Ärztin.

„Mit unserem Vorgehen müssen wir keinen der bis Dienstag nach Ostern gebuchten Termine absagen“, erklärt Landrat Bastian Rosenau. Das sei wichtig, weil „wir es so schaffen, vor allem Menschen aus dem Pflege- und dem medizinischen Bereich, Lehrkräfte und in Kitas Beschäftigte zu impfen, die sonst womöglich drei weitere Wochen auf einen Termin warten müssten.“ Dies sei derzeit die große Mehrzahl der Impfberechtigten aus der Altersgruppe unter 60. „Zudem müssen wir bei diesem Vorgehen keinen Impfstoff ungenutzt rumliegen lassen, sondern können zügig unsere Impfstrategie weiter umsetzen“, so der Kreischef abschließend: „So schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich gegen das Corona-Virus zu immunisieren.“

(enz)