Aus der Jugendgemeinderatssitzung vom 7. November 2018

Villa Kling und Pfinzer Hüttle als Zwischenschritt zum Jugendhaus

Wie geht es weiter in Sachen Jugendhaus? Diese Frage wurde bei der Sitzung des Jugendgemeinderats lange diskutiert. Mit dem Ziel eines Jugendhauses hatte der vorherige Jugendgemeinderat das Projekt 51 ins Leben gerufen. Als Zwischenschritt kann sich der neue Jugendgemeinderat die Villa Kling vorstehen zum Beispiel für einen offenen Nachmittagstreff und Partys. Ein „Kino, Keks, Kaba“-Nachmittag für die Jüngeren und eine Weihnachtsparty für ab 16-Jährige sollen noch im Dezember in der Villa stattfinden.

Außerdem möchte der Jugendgemeinderat in Zusammenarbeit mit dem Schwarzwaldverein weitere Aktivitäten für die Jugendlichen anbieten.

Eine weitere Möglichkeit könnte das „Pfinzer Hüttle“ sein, das schon früher ein Jugendtreff war und vor Jahren wegen Alkohol- und Drogenproblemen geschlossen wurde. Frank Aberle, Kommandant der Feuerwehrabteilung Pfinzweiler, erklärte sich bereit, zusammen mit anderen Eltern eine Patenschaft für das „Pfinzer Hüttle“ zu übernehmen, allerdings mit Regeln wie etwa über die Öffnungszeiten. Außerdem stellte er eine Spende der Feuerwehr in Aussicht.

Der Jugendgemeinderat findet die Wiedereröffnung des Jugendtreffs in Pfinzweiler eine tolle Idee und will seine Vorstellungen im Gemeinderat einbringen.

Im Sommer gab es beim Schulzentrum in Conweiler große Probleme mit jungen Auto- und Mopedfahrern. Bürgermeister Helge Viehweg schlug vor, auf der Wendeplatte neben den Kleinspielfeld Sportgeräte aufzustellen, damit dort keine Autos mehr geparkt werden könnten.

Dabei kam die Frage nach einem Jugendpfleger als Ansprechpartner für die Jugendlichen auf. Sprecherin Charlotte Föller meinte, dass ein Jugendpfleger uncool sei. Die Jugendlichen bräuchten kein Kindermädchen und wollten ihre Probleme selbst regeln. Bei größeren Problemen greife sowieso die Polizei ein. Gerhard Schaudt, Leiter des Straubenhardter Polizeipostens, berichtete aus eigener Erfahrung, dass ein Jugendpfleger durchaus nützlich sein könne, wenn er das Vertrauen der Jugendlichen habe. Er könnte zum Beispiel bei der Aufstellung von Regeln mithelfen und Projekte mitorganisieren. Ein Jugendpfleger wäre auch präventiv tätig, fügte Annette Jung vom Ordnungsamt hinzu. Wenn auffällige Jugendliche in den Polizeiberichten auftauchten, sei es eigentlich schon zu spät.

Welche Sportgeräte installiert werden sollen, will der Jugendgemeinderat durch eine Umfrage in den Schulen ermitteln. Das Ergebnis soll dann dem Gemeinderat vorgestellt werden.

Der Jugendgemeinderat beschloss einstimmig, Mitglied beim Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg e.V. zu werden. Der Dachverband ist Ansprechpartner für die Jugendgemeinderäte und vertritt deren Interessen gegenüber der Landespolitik.