Bürgermeister Helge Viehweg (von vorne rechts) unterstützt die Weihnachtsaktion von Mirja und Thorsten Franke, ebenso Rouven Rudisile, Anja Bachmann, Henriette Anzer-Rosenberg sowie Bärbel Pfleiderer-Höhn (hinten von links). Foto: Gemeinde

Älteren Menschen mit Herzpäckchen eine Freude machen

Mirja und Thorsten Franke aus Straubenhardt engagieren sich mit Spendenaktion „Herzpäckchen“ – Initiative von Gemeinde und sozialen Einrichtungen unterstützt – Auftakt am 30. November

Herzenswünsche zu Weihnachten erfüllen – das möchten Mirja (36) und Thorsten Franke (43) mit ihrer Spendenaktion „Herzpäckchen“, die am 30. November beginnt. Das Paar aus Pfinzweiler hat die Aktion im vergangenen Jahr in Gaggenau erlebt und daran teilgenommen. „Das hat uns so begeistert, dass wir das auch in Straubenhardt durchführen wollten“, sagen die beiden. Gerade bei älteren Menschen würden die Themen Armut, Einsamkeit oder Immobilität immer präsenter werden. So sollen nicht Kinder, sondern Senioren bei der Weihnachtsaktion im Mittelpunkt stehen: „Wir möchten älteren Menschen in Straubenhardt eine Freude bereiten und hoffen, dass möglichst viele Menschen mitmachen“. Die Frankes sind an die Sozialen Dienste, das Betreute Wohnen und Johanneshaus, die Pflege mit Herzen und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter herangetreten. Mit Erfolg: 340 Wunschzettel wurden in Umlauf gebracht. Darauf können die Senioren nun ihre ganz persönlichen Wünsche schreiben – ob Lebensmittel, Kosmetika oder einfach ein Besuch. Diese werden dann anonym auf Herzen und Sterne geklebt und an einen Weihnachtsbaum gehangen. „In Gaggenau war ich von den Wünschen sehr berührt. Manche wollten einfach mit jemandem spazieren gehen oder wünschten sich zwei Tomaten, weil sie nicht mehr einkaufen gehen können“, erzählt Mirja Franke, die dort beruftätig ist. Viele Spender hätten ihr Päckchen dann liebevoll verpackt und noch ein Tütchen Plätzchen oder eine Karte hinzugefügt. Die Gemeinde unterstützt die Initiative. „Das ist eine schöne Idee, bei der an diejenigen gedacht wird, die vielleicht öfter vergessen werden“, sagt Bürgermeister Helge Viehweg, trotz dass Straubenhardt im sozialen Bereich vorbildlich aufgestellt sei.

Wie funktioniert die Aktion?

Bei den teilnehmenden Geschäften (Edeka, Pflanzenmarkt Voigt und Biobauer Reiser in Conweiler) werden am 30. November Weihnachtsbäume aufgestellt, an welchen Herzchen hängen. Diese sind mit den Wünschen der älteren Mitmenschen versehen und warten auf Menschen mit Herz. Dabei kann es sich um Zwischenmenschliches wie ein Spaziergang oder sachliche Wünsche handeln, die einen Warenwert von 15 Euro nicht übersteigen sollten. Die Begrenzung dient dazu, dass niemand, der helfen möchte, aus finanziellen Gründen ausgeschlossen wird.

Wer sich beteiligen möchte, holt in einem der teilnehmenden Geschäfte ein Wunschherz ab, packt zu Hause das „Herzpäckchen“, klebt das Herz mit dem Wunsch darauf und bringt es zurück in das Geschäft. Die sozialen Einrichtungen und Familie Franke werden die „Herzpäckchen“ rechtzeitig vor Weihnachten an die jeweiligen Empfänger verteilen. Bei einem zwischenmenschlichen Wunsch wird der Kontakt vermittelt, ansonsten bleiben die Daten geschützt. Der Schenkende erfährt zwar Alter und Geschlecht des Seniors, nicht aber den Namen. Nur über eine Nummer wird der Name von den Organisatoren zugeordnet und das Herzpäckchen an den entsprechenden Empfänger weitergeleitet. „Wir wollen möglichst alle Wünsche erfüllen“, betonen Mirja und Thorsten Franke, die nun gespannt sind, wieviele Wunschzettel zurückkommen. Zudem hoffen sie, dass viele Straubenhardter ein Herz haben und mitmachen.

Mehr Infos auch auf Facebook unter dem Stichwort „Herzpäckchen Straubenhardt“.