In unserer Inforeihe informieren wir über das Projekt Feuerwehrhaus, im Teil 4 geht es darum, wie das Haus einmal aussehen soll. Foto: Gemeinde

aus 6 mach 1: Das Konzept

Fortsetzung der Inforeihe zum Projekt Feuerwehrhaus (Teil 4)

Sechs Feuerwehrabteilungen werden  zusammengelegt. In einem Gebäude, das technisch und nachhaltig auf dem neusten Stand stehen wird. Doch wie soll das Haus nun aussehen? Architekt Ingmar Menzer gibt Antworten:

Wie schaffen Sie es, sechs Abteilungen in einem Haus zusammenzufügen?

Die bisherigen sechs Abteilungen bestehen aus sechs Mannschaften, ihren Fahrzeugen und technischen Geräten. Die Zusammenlegung macht daraus eine Mannschaft mit ihren Fahrzeugen und Geräten und erleichtert künftig den Ablauf. Die Herausforderungen der Zusammenlegung liegen vor allem im organisatorischen Bereich.

Ist das neue Gebäude besonders groß?

Das neue Gebäude ist deutlich kleiner als sechs einzelne Häuser, aber größer als jedes einzelne. Sechs Mannschaften in einem Haus unterzubringen, ist räumlich und organisatorisch deutlich effizienter als sechs Mannschaften in sechs Häusern unterzubringen. Das ist viel wirtschaftlicher. Die Organisation des neuen Gebäudes ist der Organisation der neuen Mannschaft optimal angepasst. Es gibt künftig nur noch eine Abteilung.

Architekt bei GrundsteinlegungArchitekt Ingmar Menzer (am Mikrofon) bei der Grundsteinlegung.

Wie wird das Haus aussehen?

Unten im Straßengeschoss befindet sich der Rettungs- und Alarmbereich mit allen Fahrzeugen, Umkleiden und der Feuerwehrtechnik. Alles, was für den Einsatz wichtig ist, ist somit auf einer Ebene angeordnet. Das Obergeschoss ist für Schulungen und den sozialen Kontakt vorgesehen. In Extremsituationen ist Kommunikation sehr wichtig, alles muss schnell gehen. Die Feuerwehrangehörigen müssen sich kennen und aufeinander verlassen können. Der Kameradschaftsraum, aber auch der Raum für die Jugend fördern dies. Zudem müssen sie ständig geschult und auf den neusten Stand gebracht werden. Im Veranstaltungsraum sind zwei Veranstaltungen parallel möglich, bis zu 200 Leute haben Platz.

Worin liegt die Besonderheit des Gebäudes?

Die Besonderheit ist das nachhaltige Gebäudekonzept. Und das beginnt mit dem Entwurf. Das Verwaltungsgeschoss mit den Schulungsräumen ist auf Ständern gebaut und somit angehoben. Der dadurch entstehende räumliche Zwischenraum ist eine Multifunktionsfläche, die für Veranstaltungen, Übungen, Schulungen, zum Aufenthalt, für Feste oder einfach als Parkplatz genutzt werden kann.

Wie kam es, die Nutzungen zu stapeln?

Wir mussten über 50 Parkplätze unterbringen, Stellplätze und Übungsfläche ausweisen. All das hätte nicht auf das Grundstück gepasst. Wir waren gezwungen, die Nutzungen zu stapeln. Da es dort Fels gibt, war eine Tiefgarage ausgeschlossen. Daher entschlossen wir uns für das gestapelte Geschoss. Da 50 Stellplätze aber nicht immer notwendig sind, dient das Parkdeck als multifunktionale Fläche. Zugänglich ist das Deck über eine Rampe parallel am Hang.

Die Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe der Inforeihe.

Aktuelle Bilder von der Baustelle (Quelle: 2plus Baumanagement):

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