"aus 6 mach 1": Unter diesem Motto entsteht das neue Feuerwehrhaus. Mehr zu diesem Projekt gibt es in unserer neuen Inforeihe zu lesen. Foto: Gemeinde

aus 6 mach 1: Der Baustellenreport

Teil 1 der Inforeihe Feuerwehrhaus: Eindrücke und Bilder von der Baustelle an der Langenalber Straße

Es wird gehämmert, gesägt, gebohrt. Über den Köpfen der Bauarbeiter fliegt ein tonnenschweres Bauteil nach dem anderen vorbei. Auf dem Boden liegt haufenweise meterlanger Betonstahl, auch in Bügelform. Zur Erhöhung der Tragfähigkeit wird dieser in Wände, Decken oder Unterzüge eingebaut und dann mit flüssigem Beton umgossen. Die Kreissäge und der 40 Meter hohe Kran sind im Dauereinsatz. An der einen wird Holz für die Schalung passend gemacht, mit dem anderen die Fertigteile für die Decke am 60 Meter langen Arm transportiert. Es ist Leben auf der Baustelle. „Wir kommen gut voran“, erzählt der stellvertretende Polier Osman Bayrak von der Firma Grötz.

Baustelle FW-HausDer Betonstahl wird zur besseren Tragfähigkeit in die Wände, Decken oder Unterzüge eingebaut.

Seit Anfang Mai ist das Unternehmen aus Gaggenau für die Rohbauarbeiten des neu entstehenden Feuerwehrhauses in Straubenhardt tätig. 20 bis 30 Leute seien täglich vor Ort – von morgens 7 Uhr bis abends 17 Uhr, sogar samstags bis zur Mittagszeit. Alle tragen Helme und Sicherheitsschuhe, kommt doch in regelmäßigen Abständen der Sicherheits- und Gesundheitskoordinator vorbei. Auch Johannes Kohle, bei der Gemeinde Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, macht sich mehrmals die Woche ein Bild von der Baustelle, mindestens einmal wöchentlich zudem die Architekten. „Dabei tauschen wir Informationen aus und gleichen Termine ab“, sagt der Fachbereichsleiter. Wichtige Besprechungen finden darüber hinaus mit dem Bürgermeister statt.

Baustelle FW-Haus 2Das Container-Büro der Firma Grötz ist mit zahlreichen Plänen ausgestattet.

Als Polier ist Bayrak unter anderem für die Organisation, den Verlauf, die Bestellung von Material und die Dokumentation verantwortlich. Er bildet die Schnittstelle zwischen Bauarbeitern und Bauleiter. Sein Büro hat er in einem der gelben Container, wo ringsum Pläne an den Wänden hängen. Diese zeigen den Blick auf die Decke des Neubaus oder den Grundriss mit all den Umkleideräumen, Treppen und Fluchtwegen. Hier schreibt Bayrak seine Tagesberichte, telefoniert und hält Erledigtes im Plan fest.

Baustelle Bild 3Von jedem Beton werden Proben gemacht, wie Fachbereichsleiter Johannes Kohle (links) und Vize-Polier Osman Bayrak zeigen.

Draußen vor der Tür steht ein Behälter mit verschiedenen Betonproben. Würfelweise stehen diese in gleicher Temperatur im Wasser – auch im Winter. Jeder ist mit einem Datum gekennzeichnet. „Der Beton wird auf Druckfestigkeit und Zusammensetzung geprüft und ist ein Beweisstück, sollte es mal Schwierigkeiten geben“, erklärt Kohle. Weiter hinten gibt es noch ein Magazin für Werkzeuge.

Der Blick über das Areal fühlt sich weitläufig an. Und doch ist der Bau kompakt, der Flächenverbrauch so weit wie möglich reduziert. Nach und nach entsteht hier die Einsatzzentrale und der Bereitschaftsraum für die Feuerwehr, die Technik mit Lüftungszentrale, die Umkleiden mit Sanitärbereich und die Fahrzeughalle mit Waschhalle, Werkstätten und Technikräumen. Bis Januar sollen die Rohbauarbeiten noch dauern. „Danach geht es mit dem Parkdeck los“, so Kohle. Die Rampe zur Auffahrt ist an der linken Außenwand bereits erkennbar.

Krantransport auf der BaustelleBis zu einer Tonne schwer sind die Fertigteile für die Decke, die mit dem Kran transportiert werden.

Außenwand FW-HausBis zu 50 Zentimeter dick ist die Außenwand, die inzwischen bereits mit Beton ausgefüllt ist.

Baustelle FW-Haus 420 bis 30 Bauarbeiter sind täglich auf der Baustelle.

Bauarbeiter An der Kreissäge wird das Holz passend für die Schalung gemacht.

aus 6 mach 1: Die brandneue Inforeihe zum Projekt Feuerwehrhaus

Wer an der Langenalber Straße in Straubenhardt vorbeikommt ahnt, dass hier etwas Großes entsteht. Die Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus sind in vollem Gange, die Grundsteinlegung wurde mit großem Interesse verfolgt. Alle sechs Abteilungen der Feuerwehr werden dort künftig ihr Domizil finden. In einem Gebäude, das technisch und nachhaltig auf dem neusten Stand stehen wird. Doch warum ist dieser Bau überhaupt notwendig? Wie soll das Haus aussehen? Und wie kommt es der Bevölkerung zugute? Solche und andere brennende Fragen stellen und beantworten wir in unserer neuen Inforeihe, die in unregelmäßigen Abständen im Mitteilungsblatt und auf der Homepage www.straubenhardt.de veröffentlicht wird. Verschiedene Gesprächspartner werden darin zu Wort kommen und Hintergründe sowie Wissenswertes zum Bauprozess aufdecken.

Faktencheck zum Feuerwehrhaus (Stand Oktober 2019):

Startschuss: 2015 Verabschiedung des Feuerwehrbedarfsplanes durch den Gemeinderat

Plan: Zentrales Feuerwehrhaus auf drei Ebenen

unten: Fahrzeughalle mit sieben Stellplätzen, Waschhalle, Bereitschaftsraum, Fernmeldezentrale, Funkwerkstatt, Technik und Nebenräumen

in der Mitte: Parkdeck

oben: Schulungs-, Kameradschafts-, Jugendfeuerwehr-, Büroräume

außen: Feuerwehrübungsfläche mit Übungsturm

Bauantrag: am 28. Juni 2018 beim Landratsamt Enzkreis eingereicht, Baugenehmigung am 5. Dezember 2018 erteilt, Teilbaufreigabe am 25. Februar 2019 erhalten

Besonderheit: Verwirklichung des „Cradle to Cradle“-Prinzips

Bauherr: Gemeinde Straubenhardt

Architekt: Dipl. Ing. Ingmar Menzer, wulf architekten GmbH

Spatenstich: 6. März 2019

Grundsteinlegung: 13. September 2019

Aktueller Baustatus: Erdbau- und Rohbauarbeiten auf einer Fläche von 6036 Quadratmetern

Was bisher erfolgte: Gemeinderat erteilt Planungsauftrag an wulf architekten Stuttgart sowie weitere Fachplaner, Ausschreibungen und Vergabe der Hauptgewerke (u.a. Erdbau-, Rohbau-, Holzbau-, Elektroinstallationsarbeiten)

Was noch kommt: Vergabe der Innenausbaugewerke (u.a. Maler-, Gipser-, Trockenbauarbeiten)

Geplante Fertigstellung: Herbst 2020