Die Standortleiter Katharina und Cjristoph Flassak (vorne) gaben dem Gemeinderat Einblicke in die neuen Hoffnungshäuser. Fotos: Gemeinde Straubenhardt

Gemeinderat besichtigt Hoffnungshäuser

Standortleiter Katharina und Christoph Flassak führen durch künftige Gebäude für Geflüchtete und Einheimische – Großes Miteinander als Ziel

„Ein großes Ja für die Gemeinschaft“ – dieses Anliegen betonen Katharina und Christoph Flassak immer wieder bei ihrem Rundgang durch die künftigen Hoffnungshäuser in Conweiler. Die Gemeinde und gleichnamige Stiftung hatten den Gemeinderat zu einer Besichtigung der zwei Häuser vor der jüngsten Gemeinderatssitzung eingeladen. Gleich am Eingang standen blaue Überzieher-Schuhe bereit, zum Schutz des noch neuen Bodens. „Was hier entsteht, ist nicht nur optisch ansprechend, sondern ermöglicht auch Integration mitten im Ort“, sagt Bürgermeister Helge Viehweg bei der Begrüßung im unteren Gemeinschaftsraum. Dem „Herzstück“, wie Christoph Flassak gleich anmerkt, sollen sich die Bewohner doch regelmäßig treffen.

Gruppenbild Gemeinderat HoffnungshäuserNach dem Rundgang durchs Haus versammelten sich alle Gemeinderäte mit Bürgermeister Helge Viehweg (unten, Dritter von links) und einigen Mitarbeitern des Rathauses sowie der Stiftung auf den Balkonen.

Einmal im Monat sei etwa ein Gemeinschaftsabend angedacht. „Es geht ums Miteinander“, so der Standortleiter, der aus der christlichen Jugendarbeit kommt. Mit seiner Frau Katharina, momentan noch Pfarrerin in Bieselsberg, und ihren zwei kleinen Kindern wird er Ende des Monats einziehen. In eine der 13 Wohnungen, die gleichermaßen für Geflüchtete und Menschen, die bezahlbaren Wohnraum suchen, zur Verfügung stehen. Die Auswahl der Bewohner läuft bereits zusammen mit dem Integrationsmanagement der Gemeinde. Vor allem Straubenhardter Geflüchtete sollen hier eine Heimat finden. Für Einheimische sei ein Wohnberechtigungsschein erforderlich und „dass sie mit beiden Beinen im Leben stehen“. „Uns ist wichtig, dass dieses Riesenpuzzle auch eine Ausstrahlung in den Ort hat“, so die Flassaks.

Hoffnungshäuser innenIn Holzbauweise wurden die Hoffnungshäuser an der Max-Planck-Straße gebaut, eröffnet werden sie im Oktober.

In zwei Gruppen führte das Standortleiter-Paar durch das zweistöckige Haus, die Gemeinderäte zeigten sich beeindruckt und stellten viele Fragen: Wie weit die Belegung sei, wer hier wohnen könne oder auch wie es um den Brandschutz stehe, gebe es an Decken und Wänden doch viel Holz. Die Hoffnungshäuser werden in modularer Holzbauweise gebaut. „Diese Holzkonstruktion wird auch außen mit den vertikalen Holzleisten sichtbar gemacht“, erklärt Bauleiter und Architekt Nico Washeim. Ein Brandschutzkonzept gebe es. Zudem sollen Christoph Flassak zufolge die Bewohner sensibilisiert werden, kein offenes Feuer zu machen und auf den Balkonen weder zu rauchen noch zu grillen. Immobilienverwalter Benjamin Deuscher sagte noch etwas zu den Mietpreisen, diese lägen mit 33 Prozent unter dem hiesigen Mietspiegel. Dann ging es zum Abschluss noch auf die Balkone – für ein gemeinsames Foto mit ausreichend Abstand.

Für die Hoffnungshäuser werden noch Mitbewohner gesucht. Mehr lesen Sie hier.

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