Bürgermeister Helge Viehweg (links) vor dem Grundstein, der eine Zeitkapsel für die Nachwelt abdeckt. Foto: Gemeinde

Grundstein für zentrales Feuerwehrhaus gelegt

"Großer Schritt in die Zukunft" mit Neubau der Brandwache – Über 200 Gäste zeigen Verbundenheit zur Wehr

„Ein Stück Ewigkeit“ wurde bei der Grundsteinlegung für das neue Straubenhardter Feuerwehrhaus geschaffen. Unter den Augen zahlreicher Gäste versenkten Bürgermeister Helge Viehweg, Architekt Ingmar Menzer, Kommandant Martin Irion und Erster Landesbeamter Wolfgang Herz eine Zeitkapsel im Mauerwerk für die Nachwelt – unter anderem gefüllt mit Bauplänen, Münzen, aktuellem Amtsblatt, Feuerwehrstatistik sowie zwei Zeichnungen von Viertklässlern der Grundschule Feldrennach. Anschließend wurde die Reliefplatte mit Jahreszahl darauf angebracht. „Das ist ein bedeutender Tag“, sagte Viehweg bei seiner Begrüßung. Viele Projektbeteiligte seien gekommen, Angehörige der sechs Feuerwehrabteilungen, die künftig zusammengeführt werden, der Altersabteilung, Jugendfeuerwehr und benachbarten Wehren sowie Gemeinderäte und Bürger. Das große Interesse zeige die Verbundenheit mit unserer Feuerwehr, so der Bürgermeister.

Redner mit Zeitkapsel bei der GrundsteinlegungGrußworte überbrachten Bürgermeister Helge Viehweg, Erster Landesbeamter Wolfgang Herz, Feuerwehrkommandant Martin Irion und Architekt Ingmar Menzer (von rechts).

Bürgermeister bei RedeViele Projektbeteiligte, Feuerwehrangehörige, Gemeinderäte und Bürger hörten dem Bürgermeister zu.

Der Grundstein sei zugleich ein Meilenstein. Oder um es mit Goethe zu sagen: „Drei Dinge sind bei einem Gebäude zu beachten: daß es am rechten Fleck stehe, daß es wohl gegründet, daß es vollkommen ausgeführt sei.“ Zu den Kosten habe der Dichter nichts gesagt. Ein Punkt, der vielen jedoch wichtig sei und aufgrund der Baukonjunktur in die Höhe getrieben wurde. An der Langenalber Straße entstehe ein dreistöckiges, modernes Gebäude für eine schlagkräftige Wehr, das allen zugute komme. Dies habe Straubenhardt verdient. Die Besonderheit des Neubaus liege in der Verwirklichung des „Cradle to Cradle“-Prinzips, bei der alle Materialien nach ihrer Nutzung wiederverwendet werden sollen. Eine „zukunftsweisende Entscheidung“, die auch Wolfgang Herz in Vertretung des Landrats Bastian Rosenau aufgriff: „Das ist ein eindrucksvolles Bekenntnis der Gemeinde zu nachhaltigem Bauen.“ Mit dem Neubau setze Straubenhardt in mehrfacher Hinsicht ein Ausrufezeichen und unterstreiche den herausragenden Stellenwert der Feuerwehr. Herz freute sich, dass das Landratsamt als zuständige Förderbehörde für Investitionen im Feuerwehrwesen daran beteiligt sei.

Straubenhardt nimmt Pionierrolle ein

Der Landeszuschuss liege bei 365.000 Euro für sieben Stellplätze und weiteren 90.000 Euro für das neue Löschgruppenfahrzeug LF 20 KatS, das im Rahmen der Feier übergeben werden sollte. Aufgrund eines „unglücklich technischen Umstands“, so Martin Irion, musste die Fahrzeugübergabe jedoch verschoben werden. Der Straubenhardter Kommandant freute sich dennoch, im 45. Jahr des Bestehens der Feuerwehr den Grundstein für die zentrale Feuerwache legen zu können. Das sei ein großer Schritt in die Zukunft. Alle Kräfte werden künftig gebündelt, die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten optimiert. Für Architekt Ingmar Menzer stellt der Neubau schon deswegen eine Besonderheit dar, dass er als kleiner Bub Feuerwehrmann werden wollte. Er habe bisher eine Gemeinde erlebt, die über das Feuerwehrhaus hinaus eine nachhaltige Vision entwickelt. „Man kann das gar nicht genug würdigen“, so Menzer. Straubenhardt nehme eine Pionierrolle ein und werde einen Vorsprung an Wissen haben. Die Besucher stünden im Kernstück des künftigen Gebäudes, dem Straßengeschoss. Die einfache Bauweise sei auf kurze, schnelle Wege abgestimmt. Der feierliche Akt wurde vom Musikverein unter Leitung von Carmen Brack umrahmt und klang in dessen Sommerfest-Zelt bei Speis und Trank aus.

GrundsteinlegungZuerst wurde die Zeitkapsel versenkt, danach der Grundstein mit Jahreszahl darauf gemauert.

Musikverein spieltDer Musikverein sorgte unter Leitung von Carmen Brack für eine schwungvolle Umrahmung.