Die Flötinetten der Jugendmusikschule unterhielten mit Musik an der Straße. Fotos: Gemeinde

Herbstwetter kann Naturpark-Markt nicht trüben

Reichhaltiges Angebot an Erzeugnissen aus dem Schwarzwald - Über 30 Stände und viel Programm für die ganze Familie

Nein, der Regen konnte der veranstaltenden Gemeinde, den Stammanbietern und Neulingen sowie den Besuchern des Naturpark-Marktes nichts anhaben. Zum 14. Mal fand dieser in Feldrennach statt, über 30 Anbieter lockten mit regionalen Produkten wie Obst, Gemüse, Käse und Wurst, mit Pfeffermühlen und Spielzeug aus heimischen Hölzern oder auch selbstgebackenem Kuchen für die Vereinskasse. Viele hatten sich auf das Wetter mit Planen und Zelten vorbereitet, die Sportfreunde etwa, der Turnverein oder der Gesangverein, der im Vereinsheim am Marktplatz einen warmen Platz für Kürbissuppe und Zwiebelkuchen bot.

Bild NP-MarktFriederike Stetter vom Naturpark, Gemeinderat Jörg Gube, Bürgermeister Helge Viehweg und sein Mann Thomas (von rechts) bestaunen die Zier- und Speisekürbisse von Dennis Ruf (links).

„Wenn Sie regional einkaufen, tragen Sie zum Erhalt der Schwarzwald-Kulturlandschaft bei“, sagte Friederike Stetter vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ber der Eröffnung im Festzelt, zu der die Jugendkapelle des örtlichen Musikvereins unter Leitung von Carmen Brack aufspielte. Bürgermeister Helge Viehweg bedauerte die Absagen einiger Marktbeschicker. Umso mehr freute er sich, dass kurzfristig Ersatz gefunden werden konnte. Als Schlusslicht von 20 Naturpark-Märkten in dieser Saison biete der Straubenhardter Markt einen reichgefüllten, „bunten Herbstteller“, von dem er bei seinem Rundgang mit Stetter auch einiges probieren konnte. Etwa die Senfsorten von Andrea Schwarz aus Neuhausen oder die Marmeladen aus heimischen Beeren von Ekaterina Rakebrandt.

Marmeladen Rakebrandt„Beeren-Engel“ Ekaterina Rakebrandt aus Ottenhausen ließ die Besucher von ihren selbstgemachten Kirsch- oder Mirabellenmarmeladen probieren.

Kunstvolles aus Holz präsentierten Siegfried und Erika Schaible aus Neubulach  sowie der gebürtige Sizilianer Stefano Cinquegrani – beide waren zum ersten Mal dabei. Erstmals vertreten war auch das Schwarzwaldradio mit einem Infostand und Gewinnspiel sowie Christoph Werner aus Gaggenau mit frischem Apfel- und Birnensaft. Umrahmt wurde das Markttreiben durch Musik: So spielte neben der Jugendkapelle auch das Orchester des Musikvereins, das sich aufgrund des einsetzenden Regens am Nachmittag ins Festzelt der Schlepperfreunde zurückzog. Beim Straßen-Auftritt der „Flötinetten“ von der Jugendmusikschule unter Leitung von Bianca Bachmann hielt das Wetter noch stand. Gut angenommen wurden auch die Führungen durch die neu in Feldrennach angesiedelte Brauerei Häselbräu, bei denen Johannes Greb die 200 Liter umfassenden Sudpfannen und Bottiche zum Brauen zeigte sowie den Gärvorgang erklärte, ebenso die Familienführungen von Britta und Klaus Faaß in den nahegelegenen Wildbienengarten. „Wir machen diese Nisthilfen, damit Wildbienen bei uns überleben können“, erzählte Faaß. Rund 20 unterschiedlich große Nisthilfen und 150 Kräuter hat er in seinem Garten. Selbst das Schachspielen mit den Schachfreunden und das Ponyreiten von Jutta Fuchs fanden statt, wenn auch etwas eingeschränkt. Fazit: Der Naturpark-Markt war wieder ein Erlebnis, das soll auch so bleiben!

Führung BienenGut angenommen wurden die neuen Familienführungen in den naheliegenden Wildbienengarten von Klaus Faaß (vorne), der Einblicke zu Nisthilfen und belegte Niströhren gab.