Die traditionsreiche Firma nVent-Schroff wurde kürzlich von Bürgermeister Helge Viehweg besucht.

Im Austausch mit der Chefriege von nVent-Schroff

Bürgermeister Helge Viehweg stattet traditionsreichem Unternehmen einen Besuch ab – „Tag der Wirtschaft“ und „Tag der Auszubildenden“ angeregt

Schroff ist wieder da. Der frühere Name des bedeutenden Unternehmens, das seit Mai dieses Jahres nicht mehr Pentair, sondern nVent heißt, ist nach Straubenhardt zurückgekehrt. „Durch die Abspaltung der Produktsegmente ergaben sich zwei komplett eigenständige Unternehmen, Pentair und nVent“, erklärte Geschäftsführer und Vice President Global Schroff Business, Mustafa Karabuz, kürzlich beim Besuch von Bürgermeister Helge Viehweg und Kämmerer Jörg Bischoff.

Pentair lenke seinen Fokus nun auf den Bereich Wasser. Die Traditionsmarke Schroff wurde zum Bestandteil von nVent – einem Unternehmen mit innovativen Lösungen zum Verbinden und Schützen elektronischer Bauteile – und wie die anderen Marken Hoffman, Raychem, Tracer und Erico wieder stärker in den Fokus gerückt. Am Standort konnten aber auch Arbeitsplätze und Funktionen etabliert werden, die nicht ausschließlich für Schroff tätig sind, sondern konzernübergreifend ihren Beitrag leisten. Daher werde die Beschilderung neutral auf der Ebene nVent gehalten, so dass sich alle Mitarbeiter „zu Hause fühlen“.

Die Geschäftsführer von nVent mit Bürgermeister Viehweg und Kämmerer Bischoff.

Bild: Die Geschäftsführer der Firma nVent, Mustafa Karabuz (links) und Volker Haag (rechts), freuten sich über den Besuch von Bürgermeister Helge Viehweg (Zweiter von rechts) und Kämmerer Jörg Bischoff.

An dem aufschlussreichen Gespräch, bei dem Bürgermeister Viehweg seinen Wunsch nach Austausch und einen kurzen Draht zueinander Ausdruck verlieh, nahm auch Co-Geschäftsführer Volker Haag teil. Haag ist seit fast 28 Jahren bei der Firma tätig und neben der Führungsaufgabe auch für Technologie und Entwicklung zuständig. „Wir investieren nach wie vor viel in die Ausbildung“, sagte er. 42 Plätze gebe es insgesamt. Mehr als ein Drittel der Auszubildenden würden sich jedoch am Ende der Lehre weiterbilden. Eine der Herausforderungen des 700 Mitarbeiter umfassenden Unternehmens sei es demnach, Fach- und Führungskräfte zu bekommen. Zudem müsse die fehlende Infrastruktur angegangen werden.

Potentielle Mitarbeiter, die kein eigenes Fahrzeug haben, müssten lange Anfahrten mit Bussen in Kauf nehmen. „Es ist schwer, mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Straubenhardt zu kommen“, so Haag. Neue potentielle Mitarbeiter würden deshalb manchmal absagen und viele gar nicht erst bewerben. „Wir sind gerne bereit, Sie zu unterstützen“, sagte Karabuz, nachdem er von Viehwegs weiteren Kampf um den S-Bahn-Anschluss gehört hat. Zudem soll das Kerngeschäft Elektronische Gehäuse, in welchem die Firma Marktführer ist, und der Vorsprung, den diese seit Jahren gegenüber anderen hat, weiter ausgebaut werden. „Wir investieren viel mehr als in der Vergangenheit in diesen Standort. Wir haben das Team erweitert und durch neue internationale Kolleginnen und Kollegen auch eine kulturelle Bereicherung erreicht. Größere Investitionen in den Maschinenpark und das Vorantreiben der Digitalisierung sind unsere Prioritäten“, so Karabuz. Der Prozess von Produkt-Findung, Konfiguration und Angebot bis hin zur Produktion, Lieferung und Nachverfolgung solle effizienter und smarter gestaltet werden.

„Die Gemeinde ist stark mit Schroff verbunden“, sagte Bürgermeister Viehweg und regte einen regelmäßigen „Tag der Wirtschaft“ als Begegnungsplattform sowie einen „Tag der Auszubildenden“ an. Ebenso könnte er sich vorstellen, dass sich heimische Firmen beim Neubürgerbrunch präsentieren. „Sie haben in uns einen Ansprechpartner“, sagte Viehweg zum Abschluss. Haag und Karabuz bedankten sich für den Besuch und hofften, sich in Zukunft öfter zu sehen.