So sieht die Collage aus allen bisherigen Veranstaltungen aus – vielen Dank an alle Beteiligte! Screenshot: Gemeinde

Projekt „Ländlicher RAUM für Zukunft“ im Finale - Berichte und Dokumentationen zu den Veranstaltungen

Mit der abschließenden Ergebnispräsentation gingen die Online-Veranstaltungen am 26. Juli zu Ende. Vier Workshops haben seit dem Auftakt am 10. Juni stattgefunden, zwölf Projektskizzen sind entstanden und wurden dokumentiert. Für die Umsetzung werden Mitstreiter*innen gesucht!

Hier geht's zu den Dokumentationen:

Dokumentation Auftaktveranstaltung

Dokumentation Workshop 1 Nachhaltigkeit

Dokumentation Workshop 2 Leben und Wohnen

Dokumentation Workshop 3 Mobilität und Verkehr

Dokumenation Workshop 4 Arten-, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz

Bericht Ergebnispräsentation (26. Juli)

„Unheimlich wertvolle Anregungen“: Ergebnisse des Projekts vorgestellt – Mitmacher*innen für Projekte gesucht

Sechs Veranstaltungen, acht Wochen intensive Arbeit, zwölf Projektskizzen – das ist die Bilanz des Projekts „Ländlicher RAUM für Zukunft“. Am gestrigen Montagabend gingen die Online-Treffen mit der Ergebnispräsentation und 28 Teilnehmer*innen zu Ende. Insgesamt nahmen 75 Akteur*innen teil.

„Chapeau, in dieser Intensität dran zu bleiben“, sagte Sandra Holzherr, die alle Veranstaltungen souverän moderiert hat. Das Projekt habe gezeigt, wo Straubenhardt schon unterwegs sei und künftig noch stärker fokussiert werden solle. Nachhaltige Entwicklung, auch in Gesellschaft und Wirtschaft, sei ein Schwerpunkt gewesen. Die Mischung der Teilnehmer*innen sei interdisziplinär: „Versuchen Sie das beizubehalten“, so Holzherr, die an diesem Abend auch Schnittstellen der einzelnen Projekte aufzeigte. So könnten manche Gruppen gut zusammenarbeiten.

Seine Wertschätzung gegenüber allen Beteiligten brachte auch Bürgermeister Helge Viehweg zum Ausdruck: „Von Ihnen kamen unheimlich wertvolle Anregungen.“ Vieles laufe auch bereits in der Gemeinde, neue Inspirationen kamen hinzu. Er zeigte sich gesprächsbereit für das weitere Vorgehen, Koordination und Umsetzung könne die Kommune jedoch nicht leisten. Hier erwarte er auch Unterstützung seitens der Bündnispartner, die nun über alle Projekte informiert werden. Einige Ideen könnten sicher kurzfristig realisiert werden, für andere bräuchte es einen längeren Atem.

Was ist das Ziel? Was ist besonders wichtig? Wo sehen Sie die nächsten Schritte? Anhand dieser Fragen wurden die zwölf Projektskizzen von jeweils einem Beteiligten kurz vorgestellt.

Hier ein Überblick über die Projekte:

  1. Musik für alle – soziales Projekt, bei dem Kinder für die Musik gewonnen und Kinder verschiedener Nationalitäten zusammengebracht werden sollen
  2. Gemeindemarketing über die Nutzung des bestehenden portal-nord.de – Plattform aufbauen, am Leben halten, vernetzen
  3. Wasserversorgung – optimierte Regenwassernutzung und Nutzer zum ressourcenschonenden Umgang mit Wasser sensibilisieren
  4. Haus der Familie/Villa Kling als Bildungsort für Cradle to Cradle (C2C)
  5. Begegnungsstätten finden und ausbauen
  6. Gesund leben auf dem Land – giftfreie Bewirtschaftung, Wissen teilen
  7. Wohnortnahe Versorgung – fußläufig, möglichst ohne Auto
  8. Optimierung des ÖPNV – z.B. durch wetterfeste und attraktive Haltestellen, autonomes Fahren als Pilotprojekt
  9. Privat-Nahverkehr versus Öffentlicher Personennahverkehr – z.B. Mitfahrbänkle, Mitfahr-App, Ruftaxi
  10. Insektenparadies Straubenhardt – Aufklärung, kleine Oasen für Wildbienen, Artenvielfalt schützen
  11. Umweltfreundliches Bauen – z.B. ökologische Baustoffe, Reduktion Bodenversiegelung, Solarthermie auf allen Dächern
  12. Straubenhardt will 2035 klimaneutral heizen! – 95 Prozent CO2-Reduktion für Heizen und Warmwasser bis 2035

Für alle Projekte werden Mitmacher*innen gesucht. Haben Sie Lust und Interesse? Möchten Sie mehr über die Projekte erfahren? Dann melden Sie sich per E-Mail unter sekretariat@straubenhardt.de. Alle Projektskizzen sind in den Dokumentationen enthalten.

Bericht 4. Workshop "Arten-, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz" (19. Juli)

Artenvielfalt erreichen und ökologisch bauen: Weitere Projektideen beim letzten Workshop

„Großes Kompliment an Moderation, Team und Verwaltung. Eine gute Sache. Man hat als Bürger die Möglichkeit, sich einzubringen. Ein gutes Konzept, insbesondere mit den Padlets. Ich wünsche mir, dass es weitergeht.“

Mit solchen positiven Rückmeldungen ging die Workshop-Reihe des Projekts „Ländlicher RAUM für Zukunft“ am 19. Juli zu Ende. Zum letzten Mal konnten Bürger*innen konkrete Zukunftsideen für Straubenhardt erstellen, am kommenden Montag, 26. Juli findet um 19 Uhr die abschließende Ergebnispräsentation statt. Dazu laden wir herzlich ein!

Beim vierten Workshop ging es um das Thema Arten-, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Zum Einstieg gab es einen Impuls von Ralf Minke vom Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart. Der Experte referierte zum Thema „Ressourcenschonender Umgang mit Wasser“ und setzte eine lebhafte Diskussion in Gang. So ging Minke beispielsweise auf die Nutzung von Regenwasser und Grauwasserrecycling ein, aus aktuellem Anlass zudem auf Konzepte bei Starkregen. So könnten Parkplätze etwa nicht komplett versiegelt und mehr Dächer begrünt werden. Moderatorin Sandra Holzherr fasste die Themen der Auftaktveranstaltung zusammen und nahm weitere Ideen auf: Mähart und -zeitpunkt anpassen, Blühstreifen nicht an stark befahrenen Straßen, sondern in geschützten Zonen errichten, das Thema Oberflächenversiegelung neu denken, die Kohlendioxid-Reduktion vorantreiben und die Bürger dazu aufklären usw. In drei Gruppen wurden wieder spannende Projektideen in sogenannten Padlets (Projektskizzen) erstellt, die nach 30 Minuten vorgestellt wurden.

So beschäftigte sich eine Gruppe mit dem „Schutz der Artenvielfalt, grüner Gärten und Wiesen“. Es gebe zu viele Steingärten, Insekten benötigten zudem Gräser, keine Blüten. Mitbürger*innen müssten sensibilisiert werden. Auch die Bewirtschaftung der Flächen solle in Absprache mit der Gemeinde erfolgen. Mit dem Projekt „Umweltfreundliches Bauen“ wollen die Teilnehmer*innen zum Beispiel erreichen, ökologische Baustoffe zu verwenden, den C2C-Gedanken auszubauen, wasserdurchlässige Pflastersteine auf Gemeindewegen zu benutzen und weniger Flächen zu verbrauchen. „Straubenhardt will 2035 klimaneutral heizen!“ lautet der Titel der dritten Projektidee. Dabei solle etwa eine 95-prozentige CO2-Reduktion für Heizen erreicht werden. Im Moment stünden wir bei 80 Prozent fossiler Heizenergie, eine Umstellung auf eine regenerative Energieversorgung sei notwendig. Die Projektskizzen sind in der Dokumentation zum Workshop erfasst, die in Kürze hier zu finden ist.

Teilnehmer Online-WorkshopFast schon Tradition: Das Gruppenbild mit Moderations- und Technikteam, Bürgermeister Helge Viehweg (Mitte) und Referent Ralf Minke (unten rechts).

Bericht 3. Workshop "Mobilität und Verkehr der Zukunft" (5. Juli)

Eine Mitfahr-App für Straubenhardt, attraktive Haltestellen oder mal ein autofreier Sonntag – es gibt viele Ideen, die Gemeinde in Sachen Mobilität und Verkehr zukunftsfähiger zu machen. Genau darum drehte sich der dritte Online-Workshop des Projekts „Ländlicher RAUM für Zukunft“, der in bewährter Manier von Sandra Holzherr vom Gemeindenetzwerk Bürgerschaftliches Engagement moderiert wurde.

Gruppenbild Online-WorkshopNach produktivem Austausch verabschiedeten sich die Moderatorin Sandra Holzherr (oben rechts) und Mitgastgeberin Janine Bliestle (oben links) von den Teilnehmer*innen.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Helge Viehweg, der die Frage stellte, was die Menschen brauchen und ob es wirklich immer ein Auto sein muss, ging Lukas Winkler bei seinem Impulsreferat auf Ideen für nachhaltige und bürgergetragene Mobilität vor Ort ein. Der Experte des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands stellte öffentliche und private Fortbewegungsformen vor, betonte die Kombination an Verkehrsmitteln und zeigte vier Säulen der Mobilitätsgestaltung im ländlichen Raum auf.

Eine Zusammenfassung erster Ideen gab es von der Moderatorin. So könnte mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger geschaffen, Parkraum als Serviceinseln genutzt oder der ÖPNV gestärkt werden. Autonomes Fahren wurde als weitere Idee genannt, ebenso Sammeltaxis oder „Mitfahrbänkle“. „Mobilität heißt am Leben teilnehmen“, wies eine Akteurin auf die realistische Umsetzbarkeit hin. „Es muss einfach nutzbar und praktisch sein“. In zwei Gruppen wurden die Ideen konkretisiert, diese Projektskizze ging u.a. daraus hervor (beachten Sie bitte auch die ausführliche Dokumentation):

Projektskizze zu Mobilität und Verkehr

Möchten auch Sie Ihre Ideen einbringen und am Projekt mitarbeiten? Dann schalten Sie sich beim vierten Workshop zum Thema Arten-, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz am Montag, 19. Juli um 18.30 Uhr dazu und bringen Sie am besten noch Ihre Freund*innen und Bekannten mit! Wir freuen uns auf alle, die teilnehmen. Gerne können Sie den Veranstaltungslink bereits ab 18 Uhr testen, das Technik-Team steht bereit und hilft Ihnen bei technischen Schwierigkeiten gerne weiter.

Bericht 2. Workshop "Wohnen und Leben im Ländlichen Raum" (22. Juni)

„Uns fehlen die Dorfplätze“: Akteur*innen des Workshops machen sich vor allem für Begegnungsorte stark – Auch Nahversorgung und gesunde Umwelt thematisiert

Was braucht es für ein gutes Leben auf dem Land? Was brauchen die verschiedenen Generationen? Und was macht Lebensqualität für mich aus? Monica Settele vom kirchlichen K-Punkt Ländliche Entwicklung wirft zum Einstieg in den Online-Workshop gleich wichtige Fragen auf. Es ist das zweite Arbeitstreffen im Rahmen des Projekts „Ländlicher RAUM für Zukunft“, dieses Mal dreht sich alles um das Thema „Wohnen und Leben im Ländlichen Raum – Werte erhalten“.

Zunächst gelte es, die Träger der Lebensqualität zu identifizieren. Das könnten Kindergärten und Schulen sein, Jugendgruppen, Gaststätten oder auch Dienstleister. „Sie können zum Beispiel alle an einen Tisch holen“, sagt Settele bei ihrem Impuls. Auch gemeinsame Ortsrundgänge seien eine Methode: „Es fällt einem viel auf, wenn man unterwegs ist.“ Was daraus entstehen kann? Beispielsweise die Umsetzung eines Mehrgenerationenspielplatzes, Wandercafés, einer Tauschbörse oder eines „Dorfbotts“, der einmal im Monat durch den Ort radelt und seine Nachrichten direkt unter die Leute bringt. Settele zeigt dazu ein Video. „Ansatzweise gibt’s das auch bei uns. Die Frage ist, wie kriegen wir das vernetzt“, sagt Bärbl Maushart. Heike Herb vom Haus der Familie spricht den Kontakt an: „Wir brauchen Beziehungen“.

Inspiriert von dem Kurzvortrag und den ersten Überlegungen, die bei der Auftaktveranstaltung zum Thema gemacht wurden, werden vor allem Begegnungsorte angeregt. „Uns fehlen die Plätze“, sagen mehrere Teilnehmer. Gemeint sind fußläufig erreichbare Plätze, wo man sich ungezwungen treffen kann – keinen festen Raum. Zudem sei es wichtig, die Ortsteile zu stärken. Auch die wohnortnahe Versorgung, gesunde Umwelt sowie das Zusammenarbeiten und Miteinandergestalten kristallisieren sich als Kernthemen heraus. Moderatorin Sandra Holzherr und ihr Technik-Team teilen die Gruppen ein und los geht es mit der Arbeit an den Projektskizzen.

Gruppenbild Online-WorkshopFröhliche Schlussrunde: Die Teilnehmer*innen nach einem inspirierenden Abend.

Nach einer dreiviertel Stunde werden die Ergebnisse präsentiert. So entstand die Idee, ortsnahe Begegnungsstätten für Jung und Alt zu schaffen, dabei auch die Vereine zu vernetzen und die Kleinkultur zu fördern. Mit dem Projekt „Gesund leben auf dem Land“ sollen etwa die giftfreie Bewirtschaftung eigener Gärten oder Gespräche in Gemeinschaftsgärten erreicht werden. Dort könne auch das Wissen älterer Menschen weitergegeben werden. Beim Thema „Wohnortnahe Versorgung“ wird auch das hohe Verkehrsaufkommen angesprochen. „Der Durchgangsverkehr darf das dörfliche Leben nicht weiter zerstören“, so Steffen Reiber. Bürgermeister Helge Viehweg zeigt sich begeistert von den Ideen. Vieles sei in Straubenhardt schon initiiert, doch gerade im Kleinen übersehe man manchmal die Sorgen und Nöte. Plätze etwa nicht an einer Institution festzumachen, begrüßt er: „Diejenigen, die das wollen, sollten dahinterstehen, so dass es lebendig wird“. Er greift Heike Herbs Fazit als schönes Schlusswort auf: Einen kleinen Ausschnitt an Wünschen habe der Abend aufgezeigt. Die verschiedenen Erwartungen unter einen Hut zu bringen, sei eine Herausforderung.

Am Montag, 5. Juli um 18.30 Uhr geht es weiter mit dem Online-Workshop zum Thema Mobilität und Verkehr (der Termin am 29. Juni wurde aufgrund der Fußball-Europameisterschaft auf den 5. Juli verschoben).

Bericht 1. Workshop "Nachhaltigkeit" (17. Juni)

Erste Projektideen für Straubenhardt gefunden 

Musik für alle, Umgang mit Wasser oder ein Raum für Kreislaufwirtschaft – beim ersten Online-Workshop im Rahmen des Projekts „Ländlicher RAUM für Zukunft“ wurden konkrete Ideen zum Thema Nachhaltigkeit entwickelt. Rund 20 Akteur*innen, Techniker und Moderatorinnen nahmen teil. „Alle haben die Chance, ihr Straubenhardt mitzugestalten“, sagte Bürgermeister Helge Viehweg bei der Begrüßung und hoffte auf umsetzbare, auch kleine Dinge. Moderatorin Sandra Holzherr, die von Janine Bliestle unterstützt wurde, wies ebenfalls auf konkrete Projekte hin. „Was wollen Sie wirklich weiterverfolgen?“, fragte sie.

Auch soziale Aspekte spielten eine Rolle

Bevor sich die Teilnehmer*innen austauschten und in Gruppen aufteilten, gab es Impulse von C2C-Koordinatorin Lorena Zangl zum Thema Cradle to Cradle (C2C) und Angela Gewiese, Gemeinderätin und Mitarbeiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung im Landratsamt Enzkreis, zur Nachhaltigkeit im Leitbild der C2C-Modellgemeinde. Dieses wurde im März vom Gemeinderat verabschiedet und enthält auch Aspekte wie Bildung und Soziales.

Was haben wir schon? Mit welchen Ideen werden wir besser? Wen oder was brauchen wir dazu? Mit diesen Fragen leitete die Moderatorin den Arbeitsprozess ein. Angeregt wurden neben einer Bürgerwerkstatt, Tausch- oder Leihstation für Werkzeuge und einer (Fahrrad-) Reparaturwerkstatt auch ein fairer Einkaufsführer. Vier Themen wurden festgelegt: Soziale Nachhaltigkeit, Gemeindemarketing, Wasserversorgung und Kreislaufwirtschaft. Mit Hilfe von Padlets, einer Software für digitale Pinnwände, entwarfen die Akteur*innen dazu in Gruppen konkrete Projektideen und werden diese nun im eigenverantwortlichen Austausch weiter ausbauen.

So entstand die Idee, Kinder und Jugendliche aus allen Ortsteilen in einem Gemeinschafts-Videoprojekt zusammenzubringen – das Motto: Musik für alle. Auch Musikvereine sollen einbezogen werden. Eine weitere Idee war, die neue Internetplattform des Wirtschaftsbundes „Portal Nord“ für das Gemeindemarketing zu nutzen. Damit soll ein Informationsangebot für Bürger*innen, Gewerbetreibende, Vereine oder Seniorentreffs geschaffen werden. Im Projekt Wasserversorgung sollen kurzfristig Verbraucher sensibilisiert und aufgeklärt werden, wie sie Wasser sparen und verantwortungsvoll damit umgehen können. Langfristig könnte etwa für Wasserspeicher gesorgt werden. Für die Kreislaufwirtschaft soll konkret das Haus der Familie im Trialog mit Gemeinde und C2C-Regionalgruppe genutzt werden. Bürgermeister Viehweg beobachtete interessiert den Prozess und regte an, Bürger, Bürgermeister und Gemeinderat noch enger zusammenzubringen. „Ich würde mir wünschen, dass sich auch der einzelne mehr in der Verantwortung sieht“, sagte er.

Gruppenbild virtueller Workshop
Die Akteur*innen nach dem gelungenen, ersten Workshop.

Bericht über die Auftaktveranstaltung (10. Juni)

Über 30 Bürger*innen aus Straubenhardt oder Straubenhardter Einrichtungen, Vereinen und sozialen Organisationen hatten sich bereits im Vorfeld angemeldet, darunter auch Gemeinderät*innen sowie Vertreter*innen aus Wirtschaft, Kirche und Verwaltung. Spontan schalteten sich weitere Interessierte dazu. Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, und Bürgermeister Helge Viehweg sprachen zu Beginn ein Grußwort. „Im Mittelpunkt stehen Sie. Sie werden von Anfang an einbezogen und gestalten den Prozess mit. Nutzen Sie die Chancen“, appellierte Hauk in seiner Videobotschaft.

Fortführung der Bürgerbeteiligungsprozesse in Straubenhardt

Auch Bürgermeister Viehweg rief dazu auf, aktiv Ideen einzubringen und umzusetzen. „Was treibt Sie um? Was sind Ihre Themen für Straubenhardt?“, fragte er in die Runde. Seit Jahren werde in Straubenhardt an Bürgerbeteiligungsprozessen gearbeitet, ob mit der Gesprächsreihe „Wir müssen reden“, dem Jahresauftakt oder dem Standortmarketing. Im Programm des Bündnisses für Ländlichen Raum sehe er eine optimale Unterstützung, weiter voranzukommen und einen Zukunftsprozess anzustoßen. Moderiert wurde die zweistündige Online-Veranstaltung von Sandra Holzherr und Co-Moderatorin Roswitha McCleod vom Gemeindenetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, mehrere Techniker begleiteten die Veranstaltung. „Es geht darum, Potenziale aufzuzeigen, vier Themen zu finden und für weitere Mitwirkung zu werben“, sagte Holzherr. Die zentrale Frage des Projekts laute: Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben?

Teilnahme an Workshops auch für weitere Interessierte möglich

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde per Chat und „Mentimeter“, einem digitalen Instrument für anonyme Umfragen, wurden das Programm und die Themen vorgestellt. So sind Bereiche wie Digitalisierung, Integration oder Klimaschutz bereits in der Gemeinde präsent. Diese wurden von den Teilnehmer*innen rege ergänzt – mit Stichworten wie Ressourcen schonen, Ausbildung fördern, mehr Radwege, Wasserversorgung, Nahversorgung, stärkeres Engagement für Senioren, Kultur oder Wert des ländlichen Raums erhalten. Aus dieser Fülle wurden am Ende vier Themen festgelegt, die in den folgenden Workshops vertieft werden sollen:

Nachhaltigkeit (Thema beim Workshop am 17. Juni),

Wohnen und Leben im Ländlichen Raum - Wert des ländlichen Raums erhalten (22. Juni),

Mobilität und Verkehr (5. Juli) sowie

Arten-, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz (19. Juli)

Alle Workshops finden online statt und beginnen jeweils um 18.30 Uhr. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, weitere Interessierte – gerne auch Jugendliche und junge Menschen – können gerne noch dazustoßen. Die Ergebnispräsentation findet am 26. Juli um 19 Uhr statt.

Teilnehmer AuftaktZum Abschluss wurde mit regionalem Sekt auf eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts angestoßen.

Teilnehmer stoßen mit sekt an

Einwahldaten für die Workshops und die Ergebnispräsentation:

http://straubenhardt.viko.digital

Meeting-Kennnummer: 163 272 9853
Passwort: rvQrxD7Re36 (78779377 über Telefon- und Videosysteme)

Über Telefon beitreten:
+49-619-6781-9736
Zugriffscode: 163 412 0534

Weitere Informationen zum Projekt lesen Sie hier.