Eröffnung bei strahlendem Sonnenschein: Bürgermeister Helge Viehweg (von links), Pfarrer David Gerlach und Stiftungsvorstand Marcus Witzke vor den Hoffnungshäusern. Fotos: Stiftung

Zwei Hoffnungshäuser in Conweiler eröffnet

Nach rund neunmonatiger Bauzeit war es endlich soweit: Am 30. Jahrestag der Deutschen Einheit wurden die neuen Hoffnungshäuser der Hoffnungsträger Stiftung in der Max-Planck-Straße in Conweiler offiziell eröffnet.

In den insgesamt 13 Wohnungen unterschiedlicher Größe werden Geflüchtete und Einheimische zusammenleben und somit einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten. Damit leben geflüchtete Menschen nicht am Rande der Gesellschaft, sondern werden Teil dieser. Standortleiter Christoph Flassak, der mit seiner Familie bereits ins Hoffnungshaus eingezogen ist, begrüßte die 140 Besucher*innen zur Eröffnungsfeier bei strahlendem Sonnenschein unter Pandemie-Bedingungen. Bürgermeister Helge Viehweg blickte in seiner Ansprache auf die ersten Schritte im Jahr 2016 zurück und erinnerte daran, dass der Bau ein einstimmiger Beschluss des Gemeinderates gewesen sei. Dennoch seien die Beschluss- und Bauphase „ein steiniger Weg mit kritischen Stimmen“ gewesen, den die Straubenhardter Bevölkerung gemeinsam – und letztendlich erfolgreich ging.

Hoffnungshäuser eröffnetv.l.n.r. Bürgermeister Helge Viehweg, Stiftungsvorstand Marcus Witzke, Standortleitung Christoph und Katharina Flassak, Leiterin Nationale Programme Angelika Röhm

Marcus Witzke, Vorstand der Hoffnungsträger Stiftung, dankte Bürgermeister Viehweg und dem Gemeinderat für die von Beginn an kooperative Zusammenarbeit sowie Pfarrer David Gerlach für dessen Aufgeschlossenheit für das Vorhaben. “Die Holzbauweise der Hoffnungshäuser ist mehrfach prämiert, nachhaltig und bezahlbar – die Hoffnungshäuser sind weder in Inhalt noch in ihrer Form alltäglich", so Witzke. Pfarrer Gerlach sah eine Analogie zum Fußball, indem er zu Bürgermeister Viehweg sagte: „Ich habe den Elfmeter rausgeholt und Sie haben ihn verwandelt!“ Auch Gerlach erinnerte an das Jahr 2016 als er als Vertreter des Netzwerks Asyl wegen der aufkommenden Wohnungsnot und dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum den Kontakt zur Hoffnungsträger Stiftung gesucht hatte. Er dankte dem Ehepaar Flassak für sein Engagement und rief die Nachbarschaft und alle Straubenhardter auf, dem Projekt eine Chance zu geben.

Im Anschluss an den offiziellen Teil lud Standortleiterin Katharina Flassak die Gäste zur Besichtigung der Häuser und zur Begegnung bei Kaffee, Kuchen, kalten Getränken und arabischen Spezialitäten ein. Viele Besucher*innen suchten das Gespräch mit den bereits eingezogenen Bewohner*innen und den Mitarbeitenden der Stiftung. Die Gemeinschaft in den Hoffnungshäusern lebt auch stark von ehrenamtlichem Engagement. Bürger und Bürgerinnen aus Straubenhardt, die sich gerne beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen, sich bei Familie Flassak über die unterschiedlichen Möglichkeiten zu erkundigen. Zudem werden noch Mieter für die drei noch nicht vermieteten Wohnungen gesucht.

Bericht: Heiko Seeger

viele Gäste bei Eröffnung HoffnungshäuserViele Besucher kamen zur Eröffnung und nahmen an den Führungen teil.